Palladium – Metall der Weisheit

Palladium ist das 46. Element im Periodensystem der Elemente und besitzt einen silberweißen Glanz. Es trägt das chemische Symbol Pd. Im chemischen Verhalten zeigt es eine hohe Ähnlichkeit zu Platin auf und wird auch der Gruppe der so genannten Platinmetalle (wie auch Osmium, Iridium, Ruthenium, Rhodium und Platin) zugeordnet. Zu den besonderen Eigenschaften zählen die große Härte sowie der hohe Schmelzpunkt von 1555° C. Da dieser unterhalb des Wertes für Platin liegt, fällt die Bearbeitung etwas leichter. Palladium besitzt zwar Edelmetallcharakter, ist insgesamt jedoch deutlich reaktiver als das verwandte Platin.

Entdeckt wurde Palladium vom britischen Chemiker W. H. Wollaston bei einer Untersuchung südamerikanischer Platinerze. Seinen Namen griechischen Ursprungs erhielt das Edelmetall vom Asteroiden „Pallas“, welcher zwei Jahre zuvor entdeckt wurde.

Als günstiges Substitut für das kostspieligere Platin in der Verbauung von Katalysatoren wird Palladium vorwiegend in der Automobilindustrie eingesetzt und ist heutzutage nicht mehr wegzudenken.

» Hier gelangen Sie zu unserem Palladiumangebot!

Angebot und Nachfrage

Palladium ist ein seltenes Metall. Es kommt jedoch etwas häufiger vor als Platin und Gold. Neben dem Einsatz in Automobilkatalysatoren findet es vor allem in der Elektronik, Zahntechnik und Chemie Einsatz. Die Schmuckindustrie spielt im Vergleich zu Platin nur eine Nebenrolle. Palladium dient hier vornehmlich zur Härtung oder wird bei der Herstellung von Weißgold zwischen 20 % und 40 % beigemischt. Die Investmentnachfrage ist in den vergangenen Jahren, ähnlich wie bei den weiteren Edelmetallen, im Umfeld zunehmender Inflationssorgen zu einem ernst zu nehmenden Nachfrager aufgestiegen. 14 % des Bedarfs 2009 wurde für Anlagezwecke erworben.

Palladiumnachfrage in Unzen

Reine Palladiumvorkommen sind überaus selten zu finden. Palladium tritt in der Regel mit anderen Metallen der Platingruppe in Platinerzen auf. Die Anteile können hier je nach Lagerstätte erheblich variieren. Teilweise überwiegt der Anteil von Platin, teilweise der von Palladium. Weiterhin wird Palladium auch als Nebenprodukt bei der Nickel- und Kupferförderung gewonnen. Hier liegt der Anteil jedoch weitaus geringer. Die großen Volumen beim Nickel- und Kupferabbau machen die Gewinnung des Palladiums dennoch rentabel. Gerade durch seinen umfangreichen Nickelbergbau ist Russland damit parallel zum größten Förderer von Palladium herangewachsen. 50 % des Angebots entfallen auf das größte Land der Erde. Südafrika besitzt mit 35 % Angebotsanteil ebenfalls noch eine deutliche Rolle auf der Lieferantenseite.

Palladiumangebot in Unzen

Palladium als Zahlungsmittel

Palladium spielte als Zahlungsmittel so gut wie keine Rolle. Lediglich einige Anlage- und Gedenkmünzen aus Palladium sind in den entsprechenden Ländern natürlich auch zum Nennwert als Zahlungsmittel anerkannt.

Wie kommt der Palladiumpreis zu Stande?

Auch das Edelmetall Palladium findet seinen fairen Wert durch Angebot und Nachfrage. Die Preise für Edelmetalle werden täglich an den Finanzmärkten der Welt ermittelt. So konnte man in der Vergangenheit eine negative Korrelation von Aktien und Anleihen zu Rohstoffen nachweisen. In Zeiten starker Aktienmärkte gaben die Preise für Rohstoffe nach. Erst in unruhigen Zeiten und turbulenten Aktienmärkten suchten die Anleger den Weg zu realen Werten wie Edelmetallen.

Der Preis von Palladium wird, ähnlich wie Silber und Gold, auf dem freien Markt durch ein Fixing des Palladiumpreises bestimmt, welches über das Telefon abgewickelt wird. Das Fixing findet börsentäglich zweimal am London Platinum & Palladium Market statt. Weitere wichtige Handelsplätze für Palladium sind New York und Tokio.

Viele verschiedene Faktoren beeinflussen den Palladiumpreis:

  • Der aktuelle Kurs des US-Dollars (da Palladium in USD gehandelt wird)
  • Preisentwicklung und Förderquoten der Metalle bei denen Palladium als Nebenprodukt gefördert wird
  • Angebot (v.a. Russland) & Nachfrage (insbesondere in der Automobilindustrie)
  • Zyklen der Weltwirtschaft
  • Politische Unruhen
  • Weltweite Lagerbestände

Palladium als Anlage

Im Anlagebereich ist Palladium der jüngste Vertreter neben Gold, Silber und Platin und stellt bisher lediglich eine Nische dar. Allerdings ist das Wachstum beachtlich. Matthey & Johnson gibt für 2009 eine Zunahme der physischen Nettoinvestments um 51,2 % gegenüber dem Vorjahr auf 635.000 Unzen an. Aktuell stellt Palladium das nominal zweitgünstigste Edelmetall nach Silber dar. Dies war jedoch nicht immer so. Im Jahr 2001 durchbrach der Unzenpreis erstmals die 1000 US-Dollar. Palladium war damit das erste Anlagemetall, welches im vierstelligen Bereich notierte.

Palladium Investmentnachfrage

Im Anlagebereich ist die Investmentnachfrage für Palladium bislang noch weit weniger gestreut als für Platin. Lediglich in Europa und Nordamerika dient Palladium als Anlageinstrument. Die europäischen Investoren haben hier mit 540.000 Unzen im Vergleich zu den Nordamerikanern mit lediglich 95.000 Unzen die Nase vorn.

In 2009 sind Anleger hinsichtlich der Performance mit Palladium am besten Gefahren. So erzielte der kleinste Markt der Anlagemetalle mit 114% (in USD) oder 108 % (in EUR) die höchste Rendite. Die Experten der LBBW sehen in Ihrem Commodity Yearbook 2010 die Ursache hierfür in der hohen industriellen Nutzungsintensität von Palladium und einer antizipierten konjunkturellen Erholung.

Wussten Sie, dass...
  • Palladium das bis zu 900fache seines Eigengewichts an Wasserstoff absorbieren kann?
  • Die erste offizielle Prägung einer Platin Gedenkmünze 1967 durch das Königreich Tonga anlässlich der Krönung von Taufa'ahau Tupou IV. vorgenommen wurde?
  • Palladium erstmals 1939 in der Schmuckherstellung verwendet wurde?
Icon Shop
Online-Shop
So schnell und sicher kann Vermögensbildung sein.